Alexander Scrimgeour

Fulvia Carnevale, Teil des Pariser Künstlerkollektivs Claire Fontaine, und der Theoretiker Rory Rowan be­ klagen sich. Kunst wird immer mehr zum Job, es bleibt zu wenig Zeit fürs Denken, und Künstler müssen sich wie Rockstars verhalten um den Sammlern zu gefallen. Gibt es noch Hoffnung?

 From left to right: Alexander Scrimgeour, Contant Dullaart and Toke Lykkeberg. Photo: Rita Vitorelli

Links bis Rechts: Alexander Scrimgeour, Contant Dullaart und Toke Lykkeberg.
Foto: Rita Vitorelli

Der Künstler Constant Dullaart will einen Traum verwirklichen. Kurator Toke Lykkeberg will die Welt zeigen, wie sie ist. Der eine hat eine Firma gegründet, der andere hat die kommerzielle Ästhetik des Alltags ins Musée d’Art Modern de la Ville de Paris gebracht. Was ist die Rolle des Künstlers in der Start-up-Kultur? Erleben wir eine Rematerialisierung des Kunstobjekts?

5000 Feet is the Best, 2011
Digitalfilm, 30 Min.

Die perfekt gearbeiteten, tief verunsichernden Filme Omer Fasts umkreisen traumatische Erfahrungen von Geflüchteten, Kriegsheimkehrern und Drohnenpiloten. Im ständigen Wechselspiel von Immersion und Verfremdung wenden sie die filmische Illusion gegen sich selbst.

 Still from Home , 2014, by Metahaven & Mat Dryhurst

If techno had its origins in the industrial sounds of Motor City, what sort of music corresponds to the screen-mediated environment we live and work in today? Maybe the haunting, radically anti-escapist collages that have brought Holly Herndon to fame since her debut album Movement in 2012. Listening to Herndon’s new album Platform, Alexander Scrimgeour considers our changing relationship with machines.

 Venedig 2015 Von Links: Alexander Scrimgeour, Tom McCarthy, Nicolas Bourriaud Alle Fotos: Marina Faust

Venedig 2015
Von Links: Alexander Scrimgeour, Tom McCarthy, Nicolas Bourriaud
Alle Fotos: Marina Faust

U., der (Anti-)Held in Tom McCarthys neuem Roman „Satin Island“, ist der Mann ohne Eigenschaften des 21. Jahrhunderts. Der „Konzernanthropologe“ soll den „Great Report“ verfassen, das „erste und letzte Wort über unser Zeitalter“. Die Herausforderung gleicht der, mit der sich Künstler heute konfrontiert sehen: Wie die unüberschaubare Landschaft der Gegenwart abbilden? Wie könnte Widerstand aussehen, wenn er denn überhaupt noch möglich ist? Spikes Editor-at-Large Alexander Scrimgeour diskutiert mit Tom McCarthy und dem Kurator Nicolas Bourriaud.

Alexander Scrimgeour spricht mit Ben Vickers über Netzwerke und Institutionen, die Community als neues Gesellschaftsmodell und die Londoner Post-Internet Szene.