Malerei

Rainald Goetz hat sich versungen, ein Wiener Rapper wird als Maler überführt, Wanda ist noch immer doof und die Künstlerin Anne Imhof macht Grunge-Performances. Und wenn jemand fragt, wofür die Jugend in 2015 steht, dann sag ab heute nicht mehr Biedermeier und Zielstrebigkeit.

 "Untitled", 2012; Öl, Papier auf Leinwand, 230 x 180 cm

"Untitled", 2012; Öl, Papier auf Leinwand, 230 x 180 cm; 
© Albert Oehlen, Courtesy Gagosian Gallery; Photo: Lothar Schnepf

Wie kaum ein anderer Künstler setzt Albert Oehlen die Malerei einem Stresstest aus. Seit über 30 Jahren arbeitet er am Quellcode des Mediums: Farbe, Auftrag, Linie und Schichtung, Titel und Triumphe, Enttäuschungen und Erwartungen werden gegeneinander ausgespielt, so dass sie sich selbst auf dem falschen Fuß erwischen. Daniel Baumann führt einmal durch das ganze Werk.

 Foto: Johannes Worsøe Berg

Foto: Johannes Worsøe Berg

Der in New York lebende norwegische Künstler arbeitet mit großen Themen – Gewalt, Sexualität, Zerstörung, Alter, Selbstausdruck. Seine Ausstellungen sind ausufernde Installationen aus Malerei, Skulptur, Readymades, Fotografie und Beiträgen von befreundeten Künstlern, Designern oder Schriftstellern. Jennifer Krasinski spricht mit ihm über die Dimension des Visuellen im Schreiben, schwule Todessehnsucht und die Irrelevanz der
Relevanz.

Ein Pamphlet für das Reden vor der Kunst

 Foto: Marco Anelli, © 2012

Foto: Marco Anelli, © 2012

Was bringen Sie jungen Künstlern bei?

 What Sort of Man Reads Playboy?, 2010-12 Glitter, Öl, Collage auf Leinwand 137,2 x 124,5 cm Foto: Moritz Frei © Chris Martin Courtesy Chris Martin und KOW, Berlin

What Sort of Man Reads Playboy?, 2010-12
Glitter, Öl, Collage auf Leinwand
137,2 x 124,5 cm
Foto: Moritz Frei
© Chris Martin
Courtesy Chris Martin und KOW, Berlin

Die Malereien von Chris Martin erinnern zweifellos an »Outsider Art«. Jedoch nicht, weil sie intuitiv oder spirituell oder frei von allen Konventionen sind – all das sind sie ohne Frage –, sondern weil sie voller Zuneigung sind.