Travis Jeppesen

 Dawn of the dead, filmstill, 1978

Dawn of the dead, filmstill, 1978

Zeitgenössische Abstraktion bedient sich blind an der Kunstgeschichte, sieht meistens gleich aus und passt vor allem gut über’s Sofa – so der Vorwurf in Walter Robinsons Begriff des „Zombie Formalismus“. Vielleicht hat aber auch nur die Kunstkritik verlernt, genau hinzusehen? Travis Jeppesen verteidigt die jahrhundertealte Abstraktion gegen ihre Gegner und spielt den Ball zurück: Es sei Zeit, dass sich Kritiker wieder auf ihren Gegenstand einlassen und eine neue Sprache für Malerei finden.

 Foto: Johannes Worsøe Berg

Foto: Johannes Worsøe Berg

Der in New York lebende norwegische Künstler arbeitet mit großen Themen – Gewalt, Sexualität, Zerstörung, Alter, Selbstausdruck. Seine Ausstellungen sind ausufernde Installationen aus Malerei, Skulptur, Readymades, Fotografie und Beiträgen von befreundeten Künstlern, Designern oder Schriftstellern. Jennifer Krasinski spricht mit ihm über die Dimension des Visuellen im Schreiben, schwule Todessehnsucht und die Irrelevanz der
Relevanz.