Daniel Baumann

 Martin Kippenberger,  METRO-Net Skulptur: Transportabler U-Bahn-Eingang (1997)

Die Documenta X (1997) von Daniel Baumann

 "Untitled", 2012; Öl, Papier auf Leinwand, 230 x 180 cm

"Untitled", 2012; Öl, Papier auf Leinwand, 230 x 180 cm; 
© Albert Oehlen, Courtesy Gagosian Gallery; Photo: Lothar Schnepf

Wie kaum ein anderer Künstler setzt Albert Oehlen die Malerei einem Stresstest aus. Seit über 30 Jahren arbeitet er am Quellcode des Mediums: Farbe, Auftrag, Linie und Schichtung, Titel und Triumphe, Enttäuschungen und Erwartungen werden gegeneinander ausgespielt, so dass sie sich selbst auf dem falschen Fuß erwischen. Daniel Baumann führt einmal durch das ganze Werk.

 Photos: Marco Schibig, Kunsthalle Bern

Photos: Marco Schibig, Kunsthalle Bern

1997 eröffnete die Kunsthalle Bern "Blues and the Abstract Truth", eine Einzelausstellung des US-amerikanischen Künstlers David Hammons. Der damals 54-Jährige richtete mit sparsamen Mitteln eine "unverkäufliche" Ausstellung ein: "Die Leute sollten nicht glauben, dass man irgendetwas nach Hause nehmen könnte." (Hammons). Im Rückblick erschließen sich weitere Bedeutungen dieser Ausstellung, die im Moment des Besuchs vor allem durch ihre Atmosphäre beeindruckte, wie Daniel Baumann schreibt.

 Foto: Lukas Gansterer

Foto: Lukas Gansterer

Das ewige Reden über den Kontext frisst die Kunst. Ein Gespräch mit Daniel Baumann über Karriere und den idealen Künstler.

„Industrielle Faust (Psychose)“ ist eine Art Ode an die Härte des Industrial. Er gehört zu den „Mix Tapes“, einer Gruppe von vier Artikeln, die nach der Rolle digitaler Produktionstechnologien fragen, wie sie seit Ende der 1970er Jahre die Herstellung von Musik immer umfassender beherrschen. Inhaltlich orientieren sie sich an den Ambitionen akademischer Recherchen, formal imitieren sie die Sprache von Musik-Fachzeitschriften. Im Falle von „Industrielle Faust“ sind es rhetorische Mittel wie die Ich-war-dabei-Stimmung, saloppe Abgrenzungen, „Okay“-Einschübe und persönliche Bekenntnisse. Die Artikel spielen mit stilistischen Posen und beschreiben historische Entwicklungen mit weit reichenden Folgen. Inhalt wird immer wieder fetischisiert und das Verhältnis von Form und Inhalt aufs Neue pervertiert. Die Artikel werden im Rahmen von Ausstellungen präsentiert, in Zeitschriften publiziert, sie sind aufwww.distributedhistory.com kostenlos abrufbar und werden von einer käuflichen Bootleg-CD begleitet.