Kunst trifft Energie: 60.000 Euro Künstlerförderung zu vergeben

VISIT – das Artist in Residence-Programm der innogy Stiftung
 Stefano Cagol, The Portraits , aus der Reihe The Body of Energy (TBOE)
 Peter Miller Photuris
 Christian Keinstar Simplifikation Links: Söke Dinkla, Direktorin Lehmbruckmuseum, rechts: Christian Keinstar, Foto: Frank Vinken
 Peter Miller Photuris

Stefano Cagol, The Portraits, aus der Reihe The Body of Energy (TBOE)

 VISIT – das Artist in Residence-Programm der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft geht mit wichtigen Neuerungen ins achte Jahr. Am 19. April 2018 öffnete das Online-Bewerberportal auf der neu gestalteten Website von VISIT. Bis zum 1. Juli 2018 können sich einzelne Künstler*innen oder Kollektive um einen von drei Plätzen im Jahr 2018 bewerben

 

 Drei Stipendien – mehr Budget 

Es begann mit einem Experiment: 2010 lud die Stiftung erstmals junge Künstler*innen ein, sich mit dem Thema Energie zu beschäftigen und versprach sich davon Impulse für die interne und externe Diskussion. Acht Jahre und 16 Künstler*innen später haben Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung der Energiewelt einen umfassenden Transformationsprozess in unserer Gesellschaft in Gang gesetzt. „Auf diese Diskurserweiterung und die gestiegene Relevanz des Themas haben wir reagiert“, erklärt Daniela Berglehn, Leiterin des VISIT-Programms bei der innogy Stiftung. 

Ab sofort werden drei statt bisher zwei Künstler*innen jährlich gefördert, denen je 20.000 Euro zur Verfügung stehen. Die Förderung wurde außerdem von einem klassischen Stipendium auf ein Projektbudget umgestellt, um die Flexibilität der Künstler*innen bei der Verwendung der Mittel zu erhöhen. 

 

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Neue Jury – interdisziplinäre Kollaborationen 

Und: VISIT ist offen für alle Sparten. Die Gattungsgrenzen und die Trennung von Kunst, Design, Wissenschaft oder Architektur sind für die künftigen Projektideen nicht bindend. Im Gegenteil. „Wir freuen uns über Projekte, die traditionelle Formen sprengen und interdisziplinäre Ansätze verfolgen“, so Daniela Berglehn.

Ein Ansatz für den auch die neue Jury steht: Neben dem Lichtkünstler Mischa Kuball, Inke Arns (Direktorin Hartware MedienKunstVerein, Dortmund) und Anna Fricke (Kuratorin Museum Folkwang , Essen) ist 2018 auch der Berliner Soziologe Harald Welzer in der Auswahlkommission.

 

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Energie in ihrer Wirklichkeit und Wirksamkeit 

Der Bezug der Arbeiten zum Themenfeld Energie und seiner gesellschaftlichen Relevanz ist weiterhin Bedingung für die Projektförderung. Längst geht es aber nicht mehr nur um technische Lösungen oder um ein „Ja!“ oder „Nein!“ zu erneuerbaren Energien oder einer dezentralen Versorgung. Vielmehr berührt das Thema fundamentale gesellschaftliche Fragen: Wie wollen wir in Zukunft leben? Wer hat Zugang zu Ressourcen? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung der Energieversorgung auf unser Leben? „Das sind komplexe Fragestellungen, die wir in unserer gesamten Stiftungsarbeit verfolgen“, so Geschäftsführer Stephan Muschick. „VISIT ist somit einer unserer zentralen Tätigkeitsbereiche.“

Die Künstler*innen entwickeln ihr Projekt selbstständig – je nach Thema unterstützen die Mitarbeiter*innen der innogy an den deutschen oder auch internationalen Standorten des Unternehmens. So ist die aktuelle VISIT-Künstlerin Celine Berger beim Team des Off-Shore Windparks auf Helgoland, Andreas Greiner kooperiert mit dem Forschungslabor Jülich und konzipiert speziell für biolumineszenten Tiefseealgen einen Photobioreaktor als Rauminstallation und Mario Pfeifer geht in seiner kommenden Videoarbeit der Frage nach, wie sich soziale, ökonomische und politische Rahmenbedingungen auf Forschung und visionäres Design auswirken.

Die Bewerbungsphase für drei VISIT-Residenzen ist gestartet. Interessierte können sich über die Voraussetzungen, die Förderung und bereits verwirklichte Projekte auf visit.innogy-stiftung.com informieren und online bewerben.

 

Jetzt bewerben! 

 

Für Rückfragen:

Kirsten Dieterich
innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbh 
T: +49 201 12-15923
M: + 49 172 2554397
kirsten.dieterich@innogy.com

Besuchen Sie uns auch unter:
innogy-stiftung.com
facebook.de/innogystiftung

 

Über die innogy Stiftung 

Ziel der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH ist es, das Energiesystem der Zukunft mitzugestalten. Dabei hat sie die gesamte Gesellschaft im Blick und setzen auf soziale Innovationen und die Beteiligung der Menschen. In einem fairen, offenen und vernetzten Prozess bieten die Förderprojekte Raum für eine kritische Reflexion des Transformationsprozesses. Damit wird die Grundlage geschaffen, um neue Lösungsansätze anzubieten, zu erproben und umzusetzen. Die innogy Stiftung ist 2009 aus der RWE Jugendstiftung hervorgegangen und verfügt über ein Eigenkapital von gut 60 Millionen Euro.

 

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